Der Iran-Krieg treibt die Energiepreise weltweit in die Höhe: Brent-Rohöl hat sich seit Jahresbeginn um rund 65 Prozent verteuert und notiert trotz leichter Tagesverluste bei zuletzt 98,56 US-Dollar je Barrel.

An US-Zapfsäulen kostet Diesel inzwischen im Landesdurchschnitt 6,53 Dollar je Gallone – ein Rekord. US-Präsident Trump reagierte mit einem Dekret: Autofahrer dürfen künftig sogenannten roten Diesel kaufen, einen rot eingefärbten, steuerfreien Kraftstoff, der bisher ausschließlich für landwirtschaftliche Maschinen zugelassen war. Laut Weißem Haus wird die Steuer darauf bis Jahresende lediglich aufgeschoben, nicht erlassen.

Hintergrund ist auch Trumps politischer Druck: Die US-Strategische Erdölreserve (SPR) ist auf 283,8 Millionen Barrel gesunken – den niedrigsten Stand seit 1982 – und bietet damit kaum noch Puffer, knapp einen Monat vor den Midterm-Wahlen.

In Deutschland zeigt ein Tankrabatt kaum Wirkung: Super E10 kostete zuletzt im Schnitt 2,137 Euro je Liter, Diesel 2,253 Euro – beide Preise stiegen trotz der Steuersenkung wieder an. Der ADAC kritisiert, dass ein Teil der anfänglichen Entlastung bereits aufgezehrt sei.

Immerhin ein Lichtblick für Autofahrer: Der Preisabstand zwischen E-Autos und Verbrennern schrumpfte im September auf durchschnittlich 2.124 Euro – gegenüber über 6.500 Euro im Oktober 2024.