Deutschland hat die niedrigste Wohneigentumsquote in der gesamten Europäischen Union. Laut einer Studie des Pestel-Instituts leben nur 43,5 Prozent der Haushalte im eigenen Zuhause – der niedrigste Wert seit 20 Jahren. Eurostat-Daten bestätigen das: Nirgends in der EU wohnen mehr Menschen zur Miete als hierzulande.

Gleichzeitig zeigt eine repräsentative Umfrage des Eigentümerverbands Haus & Grund, dass der Wunsch nach Wohneigentum ungebrochen ist. 76 Prozent der jungen Mieter zwischen 18 und 45 Jahren wollen eine eigene Immobilie – doch 58 Prozent halten das unter aktuellen Bedingungen für unrealistisch. Gestiegene Bauzinsen verschärfen die Lage zusätzlich: Laut dem Wohnbarometer von ImmoScout24 weichen immer mehr Kaufinteressenten auf den Mietmarkt aus, weil der Kontakt zu Verkäufern seltener wird.

Das Vertrauen in die Politik ist gering. 79 Prozent der Befragten finden, die Bundesregierung tue nicht genug, um Wohneigentum erreichbarer zu machen. Die Umfrage führte das Institut Civey zwischen dem 14. September und 3. Oktober 2026 durch.