Diesel ist so günstig wie seit Kriegsbeginn nicht mehr. Am vergangenen Freitag lag der bundesweite Tagesdurchschnitt bei 1,733 Euro pro Liter – 1,3 Cent unter dem Niveau vom letzten Tag vor dem Iran-Krieg, wie ADAC-Daten zeigen. Zum Vergleich: Auf dem Höhepunkt rund um Ostern war Diesel zeitweise mehr als 70 Cent teurer als vor Kriegsbeginn.

Zwei Faktoren treiben den Rückgang: sinkende Ölpreise infolge erster Fortschritte bei US-Iran-Verhandlungen sowie der laufende Tankrabatt, der die Steuer um 16,7 Cent pro Liter drückt. Dieser Rabatt läuft jedoch Ende Juni aus. ADAC-Kraftstoffmarktexperte Christian Laberer rechnet danach mit einem Preisanstieg von rund 16,7 Cent. Wer noch günstig tanken will, sollte das spätestens am 29. Juni tun – und zwar vor 12 Uhr, da Tankstellen Preise laut gesetzlicher Regelung nur mittags anheben dürfen.

Benzin der Sorte E10 lag am Sonntag bei 1,822 Euro – noch 4,4 Cent über dem Vor-Kriegsniveau. Laberer zufolge könnten Diesel und E10 aber auch nach dem Rabatt-Ende unter 2 Euro bleiben, sofern die Ölpreise stabil bleiben.