Der Automobilzulieferer IAV streicht bis Ende 2027 mehr als 2.000 Arbeitsplätze. Die Belegschaft schrumpft damit von derzeit 5.000 auf 2.970 Beschäftigte – ein Rückgang von gut 40 Prozent. Gleichzeitig einigten sich Unternehmensleitung und IG Metall auf einen Zukunftstarifvertrag, der betriebsbedingte Kündigungen bis Ende 2028 ausschließt. Der Abbau soll ausschließlich über Freiwilligenprogramme laufen.
Alle deutschen Standorte bleiben erhalten. Berlin-Charlottenburg wird zum „Zentrum für Kernkompetenzen mit IT-Hub", das niedersächsische Gifhorn soll als Entwicklungszentrum wachsen, Stollberg in Sachsen bleibt Teil des Standortnetzes. Konkrete Vereinbarungen zur Auslastung jedes Standorts sollen bis Ende März 2027 folgen. Vorausgegangen waren Proteste von Hunderten Beschäftigten in Berlin und Gifhorn.
IAV-Chef Jörg Astalosch sprach von einer Lösung, die allen Beteiligten viel abverlangt habe. IG-Metall-Bezirksleiter Jan Otto lobte den Zusammenhalt der Belegschaft, kritisierte aber, das Management habe Vorschläge der Beschäftigten für neue Geschäftsfelder zu keinem Zeitpunkt ernsthaft geprüft.
IAV baut 2.030 Stellen ab – Standorte bleiben bis 2028 gesichert
Warum das wichtig ist
Wer heute bei IAV arbeitet, ist bis Ende 2028 vor einer betriebsbedingten Kündigung geschützt – rund 1.250 Beschäftigte allein am Berliner Standort betrifft das direkt.