Zwei Wochen nach Einführung des Tankrabatts kommen laut Ökonomen nur rund zwei Drittel der Steuersenkung bei den Verbrauchern an. Das DIW – Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung – vergleicht dafür täglich die deutschen Spritpreise mit denen in Frankreich, wo es keinen Rabatt gibt. Ergebnis: Seit dem 1. Oktober sanken die Preise hierzulande im Schnitt nur um zehn bis elf Cent je Liter – obwohl die Steuersenkung 16,7 Cent beträgt.

Noch deutlicher: Die Weitergabe nimmt mit der Zeit ab. In den ersten Tagen fielen die Preise noch um rund zwölf Cent stärker als in Frankreich, seit dem 8. Oktober sind es im Schnitt nur noch neun Cent. Das Ifo-Institut misst etwas höhere Werte – zwischen 13 und 14,7 Cent je nach Kraftstoffsorte – bestätigt aber ebenfalls eine Lücke. Auch das Bundeskartellamt sieht die Ursache bereits auf Ebene der Raffinerien und des Großhandels, wo die Steuersenkung zuerst ankommt. DIW-Experte Tomaso Duso vermutet schwachen Wettbewerb auf dieser Stufe als Hauptgrund.

Die Mineralölbranche widerspricht und verweist auf schwankende Kosten etwa durch Rheinniedrigwasser und Bioquoten-Pflichten.