Die Mieten für neu angebotene Wohnungen in Deutschland ziehen wieder stärker an. Im dritten Quartal stiegen die Angebotsmieten – also die auf Immobilienportalen ausgeschriebenen Preise – um 1,2 Prozent gegenüber dem Vorquartal. Das ist der stärkste Anstieg seit Anfang 2025, wie das Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW) aus Daten von 37 Städten und Regionen ermittelt hat. Im Jahresvergleich beträgt das Plus 3,7 Prozent; bereinigt um die Inflation sind es noch 0,7 Prozent.

Unter den acht größten Städten legten Berlin (+2,1 %) und Düsseldorf (+2,0 %) im Quartalsvergleich am stärksten zu. Im Jahresvergleich führt Hamburg mit 6,7 Prozent. Teuerste Stadt bleibt München mit 23,70 Euro pro Quadratmeter Kaltmiete, gefolgt von Frankfurt (17,90 Euro) und Hamburg (16,50 Euro). Getrieben wird der Anstieg vor allem von Bestandswohnungen – bereits bewohnten, meist günstigeren Wohnungen. Neubauwohnungen bleiben in den größten Städten im Schnitt 14 Tage länger auf dem Markt.

IfW-Experte Jonas Zdrzalek stellt fest, dass die Mietpreisdynamik nach einer ruhigeren Phase wieder zunimmt.