Geopolitische Spannungen trieben den Ölpreis zeitweise auf den höchsten Stand seit Ende Juli, während nachlassende Inflationsdaten an den globalen Börsen für Auftrieb sorgten.
Die Nordsee-Rohölsorte Brent und das US-Leichtöl WTI verteuerten sich zwischenzeitlich um jeweils 0,8 Prozent auf rund 89 bzw. 84 Dollar je Fass. Auslöser waren Angriffe der vom Iran unterstützten Huthi-Milizen auf die Schifffahrt sowie gegenseitige Drohungen im Irankonflikt. Verhandlungsfortschritte zwischen Oman und Iran sorgten kurzzeitig für Entspannung.
Parallel dazu stützten moderate US-Inflationsdaten die Märkte: Die US-Erzeugerpreise – ein Frühindikator für Verbraucherpreise – blieben im Juli unverändert. Die Wahrscheinlichkeit einer Fed-Zinserhöhung im September sank daraufhin auf rund 35 bis 37 Prozent.
An der Wall Street kletterte der S&P 500 um 0,7 Prozent auf ein Rekordhoch von 7.799 Punkten. Nasdaq und Dow Jones schlossen ebenfalls im Plus, angetrieben vor allem von KI-Technologiewerten.
Der DAX erreichte am Mittwoch mit 26.573 Punkten ein Allzeithoch, gab die Gewinne jedoch wieder ab und schloss am Donnerstag bei 26.300 Punkten mit einem leichten Minus von 0,1 Prozent. Analysten verwiesen auf einen ungewöhnlich niedrigen Handelsumsatz von rund 40 Millionen DAX-Aktien täglich als Zeichen schwindender Kaufdynamik.
Ölpreise und Zinshoffnungen bewegen globale Aktienmärkte
Warum das wichtig ist
Wer Energie- oder Aktienprodukte im Depot hält, sollte die anhaltende Ölpreis-Volatilität und die bevorstehende Fed-Entscheidung im September im Blick behalten.