Der Brent-Ölpreis ist erstmals seit Beginn des Iran-Kriegs unter das Vorkriegsniveau gefallen. Am 25. Juni notierte die Nordseesorte bei rund 72 Dollar pro Barrel – damit liegt er unter dem Schlusskurs vom 27. Februar, dem Tag vor Kriegsbeginn. Ausgelöst hat den Rückgang die schrittweise Wiedereröffnung der Straße von Hormus, der wichtigsten Schifffahrtsroute zwischen Persischem Golf und Arabischem Meer. Der Datenanbieter Kpler zählte zwischen Freitag und Montag 131 Durchfahrten durch die Meerenge. Während der Blockade hatte der Ölpreis zeitweise über 120 Dollar erreicht.

An deutschen Zapfsäulen nähern sich die Preise dem Vorkriegsniveau an: Laut ADAC kostete ein Liter E10 am 24. Juni im Schnitt 1,81 Euro, Diesel lag bei 1,73 Euro. Allerdings läuft Ende Juni ein staatlicher Tankrabatt von rund 17 Cent pro Liter aus – danach dürften die Preise wieder steigen.

Gleichzeitig warnt US-Präsident Trump, die Verhandlungen mit Teheran sofort abzubrechen, sollten iranische Zusagen über freie Durchfahrt durch die Straße von Hormus nicht eingehalten werden. Teile der iranischen Behörden bestehen weiterhin auf Gebühren für die Meerenge.