Der Ölpreis hat die Marke von 100 Dollar je Barrel erreicht und treibt damit die Heizkosten in Deutschland spürbar in die Höhe: Der Preis für einen Liter Heizöl ist binnen drei Monaten von rund 1,10 Euro auf 1,75 Euro gestiegen – ein Plus von etwa 30 Prozent.

Als Hauptursache gilt der Krieg zwischen den USA und dem Iran, der die globalen Ölmärkte unter Druck setzt. An der Börse reagierte der Dax mit einem Minus von rund 0,6 Prozent auf 25.427 Punkte; Trumps Rede vor der UN-Vollversammlung dämpfte zwischenzeitliche Hoffnungen auf ein baldiges Kriegsende.

Für Haushalte mit Ölheizung prognostiziert die Beratungsgesellschaft co2online für 2026 Jahresheizkosten von 1.275 Euro für eine 70-Quadratmeter-Wohnung – ein Anstieg von 24 Prozent. Holzpellets verteuern sich demnach um 17 Prozent auf 870 Euro, Fernwärme leicht um ein Prozent auf 1.310 Euro.

Erdgas bildet kurzfristig eine Ausnahme: co2online erwartet einen leichten Rückgang um 4 Prozent auf 1.120 Euro Jahreskosten, da Beschaffungskosten zu Jahresbeginn niedrig waren und eine Gasspeicherumlage entfällt. Gestiegene Großhandelspreise könnten jedoch Ende 2026 oder 2027 auf Verbraucher durchschlagen.

Wärmepumpen schneiden mit 735 Euro Jahreskosten am günstigsten ab. co2online betont zudem, dass rund 90 Prozent aller Haushalte noch Einsparpotenzial haben – etwa durch richtiges Heizen und Lüften.