Der deutsche Immobilienmarkt verliert weiter an Schwung. Im zweiten Quartal verteuerten sich Häuser und Wohnungen laut Statistischem Bundesamt im Schnitt um 0,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr – so wenig wie seit Sommer 2024 nicht mehr. Im Vorquartal hatte das Plus noch doppelt so hoch gelegen, bei 1,2 Prozent.

Regional zeigt sich ein gespaltenes Bild. In den sieben größten Städten – Berlin, Hamburg, München, Köln, Frankfurt, Stuttgart und Düsseldorf – sanken die Preise für Eigentumswohnungen sogar: minus 0,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr, minus 0,5 Prozent gegenüber dem Vorquartal. Trotzdem bleibt das Niveau dort hoch. Mittelgroße Großstädte außerhalb der Top-7 legten dagegen um 2,0 Prozent zu. In dicht besiedelten Landkreisen verbilligten sich Wohnungen um 1,8 Prozent.

Als Hauptbremsen gelten gestiegene Bauzinsen und hohe Materialkosten. Die EZB hat ihren Leitzins – den Zinssatz, zu dem sich Banken Geld leihen – in diesem Jahr zweimal angehoben, von 2,00 auf 2,50 Prozent. Das macht Immobilienkredite teurer.