Der frühere Google-Chef Eric Schmidt ist ins Waffengeschäft eingestiegen und finanzierte ein Drohnenprojekt namens White Stork – später Project Eagle –, das KI-gestützte Systeme entwickelt, die Ziele auch ohne GPS und Funksignal finden. Schmidt arbeitet inzwischen offiziell mit der Ukraine zusammen und beschreibt das Land als Labor für den Krieg der Zukunft.

Kern seiner Analyse: Die Kostenrechnung im Krieg verschiebt sich. Eine Drohne für wenige Tausend Dollar kann ein Militärfahrzeug zerstören, das Millionen kostet. Gleichzeitig macht der sogenannte „transparente Schlachtfeld-Effekt" – also die lückenlose Überwachung durch Kameras und Sensoren – offene Truppenbewegungen zunehmend gefährlich. Wer sich bewegt, wird gesehen.

Ukrainische Soldaten reagieren darauf mit einer klaren Forderung: mehr Autonomie für ihre Drohnen. Das Unternehmen Frontline Robotics entwickelt bereits Software, die es einem einzigen Piloten erlaubt, mehrere Systeme gleichzeitig zu überwachen. Neuere Drohnen navigieren selbstständig zum Zielgebiet und kehren per Knopfdruck zurück – der Mensch bestätigt nur noch den Angriff.