Der Konflikt zwischen Iran und den USA lässt den Ölpreis eskalieren: Brent-Rohöl stieg innerhalb von 48 Stunden um rund zehn Prozent und notiert deutlich über 100 Dollar je Barrel (159 Liter).
Auslöser der jüngsten Preissprünge ist eine offene Drohung des iranischen Parlamentspräsidenten Mohammed Bagher Ghalibaf: Wenn der Iran kein Öl verkaufen könne, werde niemand in der Region Öl verkaufen – und keine Energieinfrastruktur sei sicher. Seit Mitte Juli blockiert das US-Militär iranische Häfen, wodurch der iranische Ölhandel nahezu zum Erliegen gekommen ist. Seit Jahresbeginn hat sich Brent-Öl um mehr als 70 Prozent verteuert.
Die Finanzmärkte reagieren empfindlich: An der Wall Street verloren Dow Jones, S&P 500 und Nasdaq zwischen 0,7 und 1,1 Prozent. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen erreichte mit über 5,27 Prozent ein 19-Jahres-Hoch – Anleger fürchten, dass hohe Ölpreise die Inflation anheizen und weitere Zinserhöhungen erzwingen.
Auch die Luftfahrt spürt den Druck direkt: Lufthansa-Chef Carsten Spohr rechnet damit, dass die Treibstoff-Mehrkosten die zuletzt genannte Marke von 1,5 Milliarden Euro überschreiten werden. Die Gesamttreibstoffkosten sollen 2026 auf 8,7 Milliarden Euro steigen – die Airline gibt die Last über höhere Ticketpreise an Passagiere weiter.
Iranische Drohungen treiben Ölpreis – Märkte und Airlines unter Druck
Warum das wichtig ist
Steigende Ölpreise verteuern Flugreisen, heizen die Inflation an und erhöhen die Wahrscheinlichkeit weiterer Zinserhöhungen – das belastet Verbraucher bei Krediten, Energie und Reisekosten gleichermaßen.
Quellen
- WirtschaftsWoche ↗
- Handelsblatt Finanzen ↗
- Handelsblatt Finanzen ↗
- Handelsblatt Finanzen ↗
- Handelsblatt Finanzen ↗
- FAZ Finanzen ↗
- Handelsblatt Finanzen ↗
- WirtschaftsWoche ↗
- Tagesspiegel Wirtschaft ↗
- Stern Wirtschaft ↗
- Focus Finanzen ↗
- n-tv Wirtschaft ↗
- Frankfurter Rundschau Wirtschaft ↗
- Focus Finanzen ↗