Mehr als 40 Tage Betriebsausfall in einem Jahr: Das Niedrigwasser am Rhein zwingt die Rheinfährbetriebe W. Jansen & Söhne aus Düsseldorf und Dormagen erstmals in ihrer Unternehmensgeschichte zur Kurzarbeit. Der Familienbetrieb – Vater und zwei Söhne plus fünf Festangestellte und fünf Aushilfen – hat den Antrag bereits gestellt.
Die Zonser Fähre, die den Düsseldorfer Süden mit dem touristisch beliebten mittelalterlichen Stadtteil Zons in Dormagen verbindet, steht seit Ende Juli still. Nach kurzer Wiederaufnahme Ende August musste der Betrieb erneut unterbrochen werden. Der bisherige Rekord von 46 Ausfalltagen aus dem Jahr 2018 droht bald zu fallen. Unternehmer Jens Jansen erklärt das Problem: Regen fiel zwar, aber nicht entlang der Rheinschiene in Süddeutschland – genau dort, wo er den Pegel flussabwärts anheben würde. Für die Unternehmerfamilie selbst gilt die Kurzarbeitsregelung nicht. Jansen spricht von einer finanziellen Belastung, die an den Rücklagen der vergangenen Jahre zehrt.
Das Unternehmen ist nicht allein betroffen. Auch die Fähren bei Xanten-Wesel, in Köln, Leverkusen und im rheinland-pfälzischen Kaub haben ihren Betrieb eingestellt.
Rhein-Niedrigwasser: Düsseldorfer Fährbetrieb meldet erstmals Kurzarbeit an
Warum das wichtig ist
Wer die Fähre zwischen Düsseldorf-Süd und Zons nutzt, muss weiterhin auf Alternativen ausweichen – eine Normalisierung ist laut Betreiber frühestens in der kommenden Woche möglich.