Der eskalierende Iran-Krieg hat den Benzinpreis in Deutschland auf einen neuen Höchststand getrieben: Super E10 kostete am Mittwoch im bundesweiten Tagesdurchschnitt 2,215 Euro pro Liter und übertraf damit den bisherigen Rekord von 2,203 Euro aus dem März 2022 – das meldet der ADAC.

Auslöser sind die erneuten gegenseitigen Militärschläge zwischen den USA und dem Iran, die den Rohölpreis der Nordseesorte Brent innerhalb einer Woche um mehr als fünf Prozent auf zeitweise 97 US-Dollar pro Barrel (159 Liter) trieben. Am Donnerstag gaben die Preise leicht auf rund 94 US-Dollar nach.

Zusätzlich zum Kriegsgeschehen verteuert Niedrigwasser am Rhein den Benzintransport und erhöht damit die Preise in betroffenen Regionen weiter.

Wichtige Einschränkung: Es handelt sich um einen nominellen Rekord. Inflationsbereinigt war Benzin etwa im Jahr 2012 bereits teurer. Die Gesamtinflation stieg im August auf 2,9 Prozent – Kraftstoffe gelten derzeit als wichtigster Treiber.

Auch Diesel verteuerte sich auf 2,299 Euro pro Liter – ungewöhnlich, da Diesel wegen niedrigerer Besteuerung normalerweise günstiger ist. Für Diesel ist das jedoch noch kein Rekord.

Eine Neuauflage des Tankrabatts (zuletzt 16,7 Cent pro Liter, Kosten: rund 1,6 Milliarden Euro) lehnt die Bundesregierung angesichts angespannter Staatsfinanzen ab.