Die ostdeutsche Discounterkette Groschen Markt verliert knapp die Hälfte ihrer Standorte. Von 41 Filialen konnten 22 an Käufer vermittelt werden – die übrigen schließen. Das Ergebnis bleibt deutlich hinter den Erwartungen zurück: Im März 2026 war noch von 30 zu rettenden Märkten die Rede.
Die Betreibergesellschaft DEC Handelsgesellschaft mbH hatte im Dezember Insolvenz beantragt. Als Ursache nannte das Unternehmen die anhaltende Kaufzurückhaltung der Verbraucher. Insolvenzverwalter Olaf Spiekermann erklärte, die Verhandlungen seien angesichts des schwierigen Marktumfeldes langwierig gewesen. Die 22 fortgeführten Filialen verteilen sich auf Thüringen, Sachsen-Anhalt, Sachsen und Brandenburg – die meisten davon laufen künftig unter neuen Namen. Nur drei Standorte in Thüringen behalten den Namen „Groschen Markt". Für November wird zudem eine weitere Filialübernahme erwartet.
Von den rund 170 Beschäftigten behalten etwa 80 ihren Arbeitsplatz.
Groschen Markt: 19 Filialen schließen, 80 Jobs bleiben erhalten
Warum das wichtig ist
Wer bisher bei Groschen Markt einkaufte, findet an vielen Standorten zwar weiterhin ein Geschäft – allerdings unter anderem Namen und möglicherweise mit verändertem Sortiment.