Der Iran-Krieg und die damit verbundenen Lieferausfälle rund um die Straße von Hormus – eine der wichtigsten Öltransportrouten der Welt – haben die Energiepreise in Deutschland auf den höchsten Stand seit Jahren getrieben.
Laut Statistischem Bundesamt verteuerte sich Energie für Haushalte im August um 10,5 Prozent – der stärkste Anstieg seit mehr als drei Jahren. Der Großhandelspreis für Erdgas (TTF-Terminkontrakt) erreichte an der Amsterdamer Börse mit 83,75 Euro pro Megawattstunde den höchsten Stand seit Ende 2022 und hat sich seit September 2025 mehr als verdreifacht.
Bei den Haushaltsgaspreisen ist bislang nur ein Teil davon angekommen: Der Preis stieg von 11,14 auf rund 12,52 Cent pro Kilowattstunde – wer ein Einfamilienhaus mit 20.000 kWh beheizt, zahlt damit rund 280 Euro mehr pro Jahr. Zum Jahreswechsel drohen laut Vergleichsportal Verivox weitere Erhöhungen von zehn bis 20 Prozent.
Auch an der Tankstelle spitzt sich die Lage zu: Benzin kostete am 14. September bundesweit im Schnitt 2,36 Euro pro Liter, Diesel 2,43 Euro – ein Jahresanstieg von 37 beziehungsweise 54 Prozent. Bundeskanzler Merz hat Entlastungen für Autofahrer angekündigt, konkrete Maßnahmen stehen noch aus.
Wer in einer Grenzregion lebt, kann sparen: In Luxemburg kostet Benzin derzeit 1,79 Euro pro Liter – mehr als 50 Cent weniger als in Deutschland.
Iran-Krieg treibt Energiepreise in Deutschland auf Mehrjahreshochs
Warum das wichtig ist
Steigende Gas-, Strom- und Spritpreise belasten Haushalte direkt – besonders vor der Heizperiode sollten Verbraucher Tarife vergleichen und mögliche Preiserhöhungen zum Jahreswechsel einkalkulieren.