Der Krieg gegen Iran ist der entscheidende Treiber hinter den massiv gestiegenen Sprit- und Energiepreisen, die inzwischen Finanzmärkte und Verbraucherhaushalte weltweit belasten.

Laut Daten der US-Energieinformationsbehörde stieg der Dieselpreis in den USA erst ab Anfang März 2026 steil an – von 3,90 Dollar je Gallone auf über 6 Dollar im September. Dieser Sprung fällt zeitlich genau mit dem Beginn der US-israelischen Bombardierungen im Iran zusammen, nicht mit ukrainischen Angriffen auf russische Raffinerien, wie Trump behauptet.

In Deutschland erreichte Super E10 am Montag mit 2,286 Euro je Liter einen Rekordwert; Diesel lag mit 2,412 Euro nur vier Cent darunter. Zusätzlich belasten die Sperrung der Straße von Hormus, Huthi-Angriffe am Roten Meer und ein Drohnenangriff auf eine saudische Pipeline die Versorgungslage. Rohöl der Nordseesorte Brent kostete zuletzt rund 106 Euro je Barrel.

Bundeskanzler Friedrich Merz kündigte Entlastungen an, räumte aber ein, das genaue Instrument stehe noch nicht fest. Die SPD wirbt für einen Spritpreisdeckel nach belgischem Vorbild und eine Übergewinnsteuer; das Bundeswirtschaftsministerium hält beide Maßnahmen für „problematisch" – rechtlich wie ökonomisch.

Die steigenden Energiepreise befeuern auch die Inflation und damit die Renditen am Anleihemarkt: Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen kletterte auf 5,03 Prozent – den höchsten Stand seit 2007. Auch zehnjährige Bundesanleihen stiegen auf 3,57 Prozent, was Bauzinsen in Deutschland auf rund 4,25 Prozent trieb.