Die Großhandelspreise in Deutschland sind im August 2026 um 6,8 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat gestiegen – so stark wie zuletzt im Februar 2023, als der Anstieg bei 9,5 Prozent lag. Das meldet das Statistische Bundesamt in Wiesbaden.
Als Hauptursache nennt die Behörde den Krieg im Iran und die anhaltenden Konflikte im Nahen Osten. Sie treiben vor allem Energie- und Rohstoffpreise nach oben. Mineralölerzeugnisse kosten im Vergleich zum Vorjahr 36,1 Prozent mehr – also gut ein Drittel teurer. Allein von Juli auf August legten die Großhandelspreise insgesamt um 0,9 Prozent zu.
Der Großhandel ist eine von mehreren Preisstufen auf dem Weg zum Endkunden. Daneben fließen auch Importpreise und Herstellerpreise in das allgemeine Preisniveau ein. All das beeinflusst letztlich die Verbraucherpreise – also das, was Waren im Laden kosten. An diesen Verbraucherpreisen richtet die Europäische Zentralbank (EZB) ihre Geldpolitik aus.
Großhandelspreise steigen um 6,8 % – Irankrieg treibt Energie hoch
Warum das wichtig ist
Steigen Großhandelspreise, zahlen Verbraucher oft bald mehr im Supermarkt oder an der Tankstelle – ein Anstieg von 36 Prozent bei Mineralöl lässt höhere Spritpreise erwarten.