Steigende Ölpreise und die Erwartung einer baldigen Zinserhöhung durch die US-Notenbank Fed belasten die globalen Finanzmärkte. Der DAX schloss 0,15 Prozent tiefer bei 25.402 Punkten – ein vergleichsweise moderater Rückgang angesichts des schwierigen Umfelds.

Deutlich stärker traf es die US-Börsen. Der Dow Jones verlor 0,6 Prozent, der technologielastige Nasdaq 100 gab 0,7 Prozent nach. Hauptgrund: Die Inflation in den USA verharrt auf Jahressicht bei 3,4 Prozent, was die Erwartung einer Fed-Zinserhöhung auf über 90 Prozent getrieben hat. Zinserhöhungen verteuern Kredite und bremsen damit Wirtschaftswachstum und Unternehmensgewinne.

Besonders dramatisch ist die Lage am Anleihemarkt. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen – also der Zins, den Anleger für das Verleihen von Geld an den Staat erhalten – kletterte auf 5,041 Prozent, den höchsten Stand seit 2007. Deutsche Bundesanleihen rentierten mit 3,572 Prozent so hoch wie zuletzt 2009. Höhere Anleiherenditen machen festverzinsliche Papiere attraktiver gegenüber Aktien und erhöhen gleichzeitig den Druck auf Notenbanken.