Nach einem Plus von rund 1,5 Prozent am Vortag zeigte der DAX am Mittwoch kaum Bewegung und schloss bei etwa 25.000 Punkten nahezu unverändert. Hauptgrund: Die Friedensverhandlungen zwischen den USA und dem Iran kommen nicht voran – das macht Investoren vorsichtig.
Dabei hätten frische Konjunkturdaten eigentlich für Auftrieb sorgen können. Die Inflation im Euroraum fiel im Juni auf 2,8 Prozent – niedriger als von Ökonomen erwartet und deutlich unter dem Mai-Wert von 3,2 Prozent, der durch einen kriegsbedingten Ölpreisschock getrieben worden war. Viele Experten sehen darin ein Signal, dass die Europäische Zentralbank auf weitere Zinserhöhungen verzichten könnte. Gleichzeitig richteten Marktteilnehmer ihren Blick auf den US-Arbeitsmarktbericht für Juni. Rüstungswerte legten gegen den Trend zu: Rheinmetall stieg um rund fünf Prozent auf über 1.002 Euro und war damit größter Gewinner im Leitindex.
DAX tritt auf der Stelle – stockende Iran-Gespräche bremsen Anleger
Warum das wichtig ist
Wer Aktien oder ETFs hält, spürt vorerst wenig Veränderung – bleibt die Inflation weiter unter den Erwartungen, könnte die EZB jedoch auf weitere Zinserhöhungen verzichten, was Kredite und Sparkonditionen direkt beeinflusst.