Wer beim Tagesgeld regelmäßig die Bank wechselt, kann deutlich mehr herausholen als treue Kunden. Das zeigt eine Berechnung der FMH-Finanzberatung: Ein sogenannter Tagesgeld-Hopper erzielte zwischen August 2022 und Juli 2026 mit 50.000 Euro Startkapital insgesamt 6.744 Euro Zinsen – gegenüber nur 1.567 Euro bei einem Direktbank-Kunden und 797 Euro bei einem Filialbank-Kunden.

Der Grund liegt im Wettbewerb der Banken um Spargelder. Aktuell bieten Institute wie JP Morgan Chase bis zu vier Prozent Zinsen auf Tagesgeld – allerdings nur für begrenzte Aktionszeiträume. Danach sinken die Zinsen oft deutlich. Wer nicht wechselt, verschenkt Ertrag. Der Modellkunde im FMH-Vergleich wechselte 16-mal die Bank und eröffnete dafür insgesamt 17 Konten – jeweils dann, wenn ein anderer Anbieter mindestens 0,5 Prozentpunkte mehr bot.

Grundsätzlich gilt: Tagesgeld ist täglich verfügbar und bis 100.000 Euro pro Person gesetzlich abgesichert. Der erhöhte Zinswettbewerb geht auf die EZB-Leitzinserhöhungen ab 2022 zurück, mit denen die Notenbank die damals über zehn Prozent hohe Inflation bekämpfte.