Deutschlands Drogenbeauftragter Hendrik Streeck (CDU) drängt darauf, die geplante Tabaksteuererhöhung im Bundestag noch zu verschärfen. Die bisherigen Kabinettspläne von Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) sehen 40 Cent mehr Steuer pro Packung und Jahr bis 2030 vor – das geht Streeck nicht weit genug.

Konkret heißt das nach aktueller Planung: Eine Packung Zigaretten würde 2030 durchschnittlich 11,78 Euro kosten, der Steueranteil stiege von rund 4 Euro auf 6,19 Euro. Streeck will diesen Anstieg noch deutlicher gestalten, ohne bisher eine genaue Zahl zu nennen. Er zeigte sich zuversichtlich, dafür eine Mehrheit in der Unionsfraktion zu gewinnen. Auch die Spirituosensteuer soll um 20 Prozent steigen; Bier und Wein bleiben ausgenommen.

Streeck begründet seinen Vorstoß mit den gesellschaftlichen Kosten des Rauchens: 131.000 tabakbedingte Todesfälle jährlich und volkswirtschaftliche Schäden von rund 97 Milliarden Euro stehen Tabaksteuereinnahmen von lediglich 15,6 Milliarden Euro gegenüber. Die Steuererhöhungen dienen gleichzeitig der Haushaltskonsolidierung des Bundes.