Die US-Notenbank Federal Reserve hat am Mittwoch ihren Leitzins um 0,25 Prozentpunkte auf eine Spanne von 3,75 bis 4,00 Prozent angehoben – die erste Erhöhung seit drei Jahren. Die Märkte reagierten am Folgetag entspannt.
Der DAX schloss am Donnerstag bei 25.717 Punkten, ein Plus von 0,7 Prozent gegenüber dem Vortag. Bereits am Mittwoch hatte der deutsche Leitindex rund 0,5 Prozent auf 25.537 Punkte gewonnen. Auch die Wall Street erholte sich: Der Dow Jones legte zu, der S&P 500 stieg um rund ein Prozent, der technologielastige Nasdaq legte noch stärker zu. Rückenwind kam von sinkenden Ölpreisen – die Nordsee-Sorte Brent verbilligte sich am Donnerstag um mehr als zwei Prozent, nachdem sie bereits am Mittwoch rund drei Dollar verloren hatte.
Zwölf der 19 Fed-Notenbanker rechnen laut veröffentlichten Zinsprojektionen bis Jahresende mit mindestens einer weiteren Erhöhung. Fed-Chef Kevin Warsh nannte die Inflationsrate – im August bei 3,4 Prozent auf Jahressicht – ausdrücklich als Problem.
DAX legt 0,7 Prozent zu – Börsen verdauen Fed-Zinserhöhung gelassen
Warum das wichtig ist
Wer Kredite mit variablem Zinssatz hat, sollte wissen: Weitere Zinserhöhungen in den USA sind wahrscheinlich und können indirekt auch europäische Finanzierungskosten beeinflussen.