Wer sein Girokonto bei einer Filialbank führt, zahlt oft deutlich mehr als gedacht. Das Konto „Echt unser Bestes" der Dortmunder Sparkasse kostet Kunden ab 27 Jahren 238,80 Euro pro Jahr. Bei der Volksbank Köln Bonn fallen für ein vergleichbares Komfort-Konto 120 Euro an. Auch die Commerzbank verlangt je nach Modell zwischen 58,80 und 154,80 Euro jährlich.

Der Grund liegt in der Niedrigzinsphase: Banken konnten mit Guthaben auf Girokonten zeitweise keine Erträge erzielen und hoben deshalb die Gebühren an. Wer wechseln will, findet Alternativen vor allem bei Neobanken – digitalen Instituten ohne Filialnetz. C24 und Trade Republic etwa erheben keine Kontoführungsgebühren. Auch Revolut bietet ein kostenloses Girokonto an und kombiniert es mit einem Tagesgeldangebot von derzeit 4,25 Prozent für Neukunden – allerdings befristet und an Bedingungen geknüpft.

Die Wechselbereitschaft wächst: Laut einer Bitkom-Studie aus 2024 haben bereits 58 Prozent der Deutschen ihre Hausbank gewechselt oder ziehen es in Betracht.