Die Inflation in der Eurozone ist im August weniger stark gestiegen als zunächst gemeldet. Das Statistikamt Eurostat revidierte seine erste Schätzung von 3,3 auf 3,2 Prozent nach unten – ein kleiner, aber messbarer Unterschied.

Haupttreiber der Teuerung sind die Energiepreise, die im August um mehr als 14 Prozent zulegten. Dieser Ölpreisschock erklärt den Großteil des Preisanstiegs. Trotz der leichten Korrektur nach unten sieht die Europäische Zentralbank (EZB) – die Notenbank, die für Preisstabilität im Euroraum zuständig ist – keinen Grund zur Entwarnung. Ihr Ziel ist eine Inflationsrate von zwei Prozent; mit 3,2 Prozent liegt die Teuerung noch deutlich darüber.

Die Revision ändert damit wenig am Gesamtbild: Die Preise steigen weiterhin spürbar, vor allem wegen der Energiekosten. Ob und wie die EZB geldpolitisch reagiert, bleibt abzuwarten.