Nach einem Rekordlauf in der Vorwoche haben die US-Börsen am Montag kaum Boden gewonnen oder verloren. Der Dow Jones schloss bei rund 53.920 bis 53.975 Punkten – deutlich unter seinem jüngsten Höchststand von 54.739 Punkten. Der S&P 500 notierte stabil bei etwa 7.754 Zählern, der Nasdaq Composite fiel leicht um 0,3 Prozent auf 26.605 Punkte.
Hauptthema war die angespannte Lage an der Straße von Hormus – einer Meerenge im Persischen Golf, durch die vor dem Krieg ein Fünftel des weltweiten Öls floss. Der Iran meldete zwar Fortschritte bei Verhandlungen mit Oman über neue Schifffahrtsrouten, stellte den USA aber gleichzeitig neue Bedingungen für eine Öffnung. Das trieb die Ölpreise an: Die Nordseesorte Brent verteuerte sich auf 84,46 Dollar je Barrel, US-Leichtöl WTI auf 78,79 Dollar.
Zusätzlich richten Anleger ihren Blick auf die anstehenden US-Inflationsdaten. Die Erwartungen an eine baldige Zinserhöhung durch die Fed waren bereits nach schwachen Arbeitsmarktdaten gesunken – nur noch rund 46 Prozent der Marktteilnehmer rechnen mit einer Anhebung im September.
Wall Street tritt auf der Stelle – Hormus-Krise treibt Ölpreise hoch
Warum das wichtig ist
Steigende Ölpreise können Benzin und Heizkosten verteuern – bleibt die Straße von Hormus gesperrt, dürfte der Druck auf die Preise anhalten.