Die Verbraucherpreise in den USA sind im Juli um 3,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Das zeigen neue Daten des US-Arbeitsministeriums. Im Juni lag die Rate noch bei 3,5 Prozent – ein Rückgang, den Experten so erwartet hatten.
Trotzdem bleibt der Preisdruck hartnäckig. Im Monatsvergleich drehte die Teuerung sogar ins Plus: von minus 0,4 auf plus 0,1 Prozent. Das deutet auf kurzfristig wieder steigenden Preisdruck hin. Auch der PCE-Index – ein zweites Inflationsmaß, dem die Fed besondere Aufmerksamkeit schenkt – liegt mit 3,7 Prozent deutlich über dem Zielwert. Das Zwei-Prozent-Ziel der Notenbank ist damit noch weit entfernt. Zuvor hatte die Teuerung im Zuge des Iran-Kriegs zeitweise 4,2 Prozent erreicht – ein Drei-Jahres-Hoch. Fed-Chef Kevin Warsh, seit Mai im Amt, betont regelmäßig seinen Willen, die Inflation zu senken.
An den Märkten blieb die Reaktion verhalten. Dow Jones und S&P 500 starteten am Mittwoch kaum verändert, der Nasdaq Composite legte 0,7 Prozent zu.
US-Inflation sinkt leicht auf 3,4 Prozent – Fed-Ziel bleibt weit entfernt
Warum das wichtig ist
Solange die Inflation über zwei Prozent bleibt, hält die Fed die Leitzinsen hoch – das verteuert Kredite für Verbraucher und Unternehmen weiterhin spürbar.