Immer mehr Deutsche lassen ihre Pakete einfach vor der Tür ablegen. DHL, der größte Paketdienstleister hierzulande, meldet über zehn Millionen dauerhafte Ablageort-Vereinbarungen – das sind zehn Prozent mehr als im Vorjahr. Konkurrent Hermes verzeichnet seit August 2025 sogar ein Plus von 30 Prozent, nennt aber keine absolute Zahl. GLS und DPD bieten den Service ebenfalls an und berichten von einem stabilen Anteil.
Bei einer solchen Vereinbarung stimmt der Empfänger vorab zu, dass der Bote das Paket an einem festgelegten Ort hinterlegt – etwa vor der Haustür, im Garten oder im Carport. DHL zufolge nutzen besonders Menschen in Einfamilienhausgebieten und im ländlichen Raum diesen Service, aber auch in Städten wächst die Nachfrage. DPD gibt an, dass rund ein Viertel aller Privatkunden-Sendungen bereits per Abstellgenehmigung zugestellt wird.
Ein Haken bleibt: Ab dem Moment der Ablage erlischt der Versicherungsschutz. Wer das Paket stiehlt, hinterlässt den Empfänger auf dem Schaden. DHL meldet allerdings, dass die Reklamationszahlen bei Ablage-Paketen nicht höher sind als bei regulären Zustellungen.
DHL zählt zehn Millionen Ablage-Vereinbarungen – Trend wächst um zehn Prozent
Warum das wichtig ist
Wer eine Ablage-Vereinbarung nutzt, sollte den Stellplatz wettergeschützt und von der Straße aus nicht einsehbar wählen – sonst trägt er bei Diebstahl das volle Risiko selbst.