Gebrauchte Elektroautos werden teurer: Von Mai bis August stiegen ihre Restwerte um 1,4 Prozentpunkte, wie Daten des Marktbeobachters DAT zeigen. Gleichzeitig verloren Benziner 0,4 und Diesel sogar 1,1 Prozentpunkte. Hauptgrund ist die gestiegene Nachfrage durch hohe Kraftstoffpreise.
Der Anstieg ist bemerkenswert, weil Restwerte – also der Händlerverkaufspreis als Anteil des ursprünglichen Listenpreises – bei Elektroautos im Jahresverlauf normalerweise leicht sinken. Dass der Effekt erst ab Mai spürbar wurde und nicht schon im März, erklärt die DAT damit, dass Autokäufe einen gewissen Vorlauf brauchen und sich der Preisanstieg bei Kraftstoffen erst als dauerhaft erweisen musste.
Trotz der Aufholjagd liegen E-Autos beim Restwert noch hinter Verbrennern: 51,5 Prozent des Neupreises gegenüber 59,4 Prozent bei Benzinern und 58 Prozent bei Dieseln. Der Abstand hat sich aber deutlich verringert. Auch bei den Standzeiten haben Stromer die Nase vorn: Händler verkaufen sie im Schnitt nach 74 Tagen – Benziner brauchen 84, Diesel sogar 92 Tage.
Hohe Spritpreise treiben Restwerte gebrauchter E-Autos nach oben
Warum das wichtig ist
Wer einen gebrauchten E-Auto kaufen will, muss tiefer in die Tasche greifen als noch vor einem Jahr – der Marktanteil bei Gebrauchtwagen stieg von 3,9 auf 5,3 Prozent.