Die Verbraucherpreise in den USA sind im Juli um 3,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen – nach 3,5 Prozent im Juni. Das zeigen Daten des US-Arbeitsministeriums. Der Rückgang entsprach den Erwartungen von Analysten.
Sinkende Benzinkosten drückten die Teuerung, auch die Kerninflation – also die Preisentwicklung ohne Energie und Lebensmittel – fiel moderat aus. Deshalb dämpften die Zahlen die Erwartungen an eine baldige Zinserhöhung durch die US-Notenbank Fed. Laut dem FedWatch-Tool der Terminbörse CME rechnen Händler mit einer Wahrscheinlichkeit von 62 Prozent damit, dass die Fed die Zinsen auf ihrer September-Sitzung unverändert lässt. Portfoliomanager Robert Pavlik von Dakota Wealth fasste die Stimmung so zusammen: Der Markt gehe davon aus, dass die Fed nicht zu einer Zinserhöhung gedrängt werde.
An der Wall Street schloss der Nasdaq 100 rund 0,5 Prozent im Plus bei 26.588 Punkten. Der Dow Jones blieb dagegen nahezu unverändert bei rund 53.770 Punkten.
US-Inflation sinkt auf 3,4 Prozent – Wall Street reagiert verhalten positiv
Warum das wichtig ist
Bleibt die Fed im September bei den Zinsen – was 62 Prozent der Händler erwarten –, dürften Kredite und Hypotheken in den USA vorerst nicht teurer werden.