Die Verbraucherzentralen wollen den Tarifdschungel im Nahverkehr beenden – mit einem bundesweit einheitlichen Ticketsystem nach Fahrtzeit. Statt Zonen, Ringe und Verbundgrenzen soll es künftig nur noch fünf Ticketarten geben: für 15, 30, 60 und 120 Minuten sowie für 24 Stunden.

Ramona Pop, Chefin des Bundesverbands der Verbraucherzentralen, begründet die Forderung so: „Wer in Deutschland Bus und Bahn nutzt, braucht ein Tarifsystem, das überall gleich funktioniert." Das Modell richtet sich vor allem an Gelegenheitsfahrer, die kein Abo abschließen wollen. Das Deutschlandticket – seit 2023 auf dem Markt, aktuell 63 Euro im Monat und mit 14,5 Millionen Kunden – löse das Problem nur für Vielfahrer. Wer nur selten fährt, stehe weiterhin vor einem unübersichtlichen Flickenteppich.

Das neue Zeitticket soll laut Positionspapier digital und analog an Fahrscheinautomaten erhältlich sein. Das Prinzip müsse einmal verstanden werden und gelte dann überall – intuitiv und ohne Rätseln am Automaten.