Zum 1. Juli ist die dreimonatige Steuersenkung auf Benzin und Diesel ausgelaufen – und die Spritpreise steigen stärker als erwartet. Schon in den Tagen vor dem offiziellen Ende zogen die Preise an den Zapfsäulen an. Danach legten die Mineralölkonzerne noch einmal nach.

Auffällig dabei: Die Rohölpreise liegen inzwischen wieder auf dem Niveau von vor dem Ukraine-Krieg. Die Tankstellenpreise hingegen deutlich darüber. Ramona Pop, Vorständin des Verbraucherzentrale Bundesverbands, sieht darin keine gerechtfertigte Weitergabe gestiegener Kosten – sondern gezielte Preistreiberei. Sie fordert das Bundeskartellamt auf, ungerechtfertigte Preiserhöhungen konsequent zu verfolgen.

Gleichzeitig wächst die Debatte, wem der Tankrabatt überhaupt genutzt hat. Kritiker fragen, ob die Milliardenhilfe tatsächlich bei den Verbrauchern ankam oder ob vor allem die Mineralölkonzerne profitierten. Eine abschließende Antwort steht noch aus.