Banken buhlen wieder verstärkt um Spargelder: Laut dem Vergleichsportal Verivox bieten inzwischen acht Anbieter zeitlich befristete Tagesgeldzinsen von mindestens vier Prozent – teils bis zu 4,25 Prozent jährlich.

Die DKB zahlt ab November vier Prozent auf bis zu 100.000 Euro neu eingezahltes Geld, allerdings nur bis Ende Februar 2027 und ausschließlich für frische Einlagen. Zudem ist ein Girokonto bei der Bank Pflicht. Experte Oliver Maier von Verivox empfiehlt, bei solchen Aktionen auf den dauerhaften Standardzins zu achten – denn nach Ablauf der Sonderkonditionen sinkt die Verzinsung teils erheblich.

Parallel dazu raten drei Finanzexperten beim „Alles auf Aktien"-Summit, vor jeder Anlageentscheidung zunächst das persönliche Ziel zu klären – ob Altersvorsorge, Immobilienkauf oder Liquiditätsreserve. Erst daraus ergebe sich, welche Rolle Tagesgeld, ETFs oder Aktien im Portfolio sinnvoll spielen.

Zum Thema Immobilien als Altersvorsorge: Ab 1. Januar 2027 tritt die neue Eigenheimrente in Kraft, die den bisherigen Wohn-Riester ersetzt. Sie fördert Kauf, Darlehenstilgung und Modernisierung mit einer Grundzulage von bis zu 540 Euro jährlich, einer Kinderzulage von bis zu 300 Euro je Kind sowie einem einmaligen Berufseinsteigerbonus von 200 Euro. Laut einer repräsentativen Civey-Umfrage (5.000 Befragte, August–September 2026) haben jedoch 48 Prozent der Deutschen noch nie davon gehört.