Seit dem 1. Oktober gilt der sogenannte Tankrabatt: Der Staat verzichtet auf knapp 17 Cent Steuern pro Liter Benzin und Diesel. Konkret setzt sich das aus 14 Cent weniger Energiesteuer und 3 Cent weniger Mehrwertsteuer zusammen. Laut Daten des Portals tankerkoenig.de liegen die bundesweiten Durchschnittspreise seitdem 10 bis 16 Cent unter dem Niveau vom 30. September.

Allerdings kommt die Entlastung nicht vollständig bei den Fahrern an. Das ifo-Institut erklärt das so: Wer Steuern senkt, kurbelt die Nachfrage an – und steigende Nachfrage treibt die Preise automatisch wieder hoch. Ein Teil der Ersparnis verpufft deshalb zwangsläufig. Die Maßnahme ist auf drei Monate befristet und kostet bundesweit 2,5 Milliarden Euro. Bund und Länder teilen sich die Ausfälle; allein Hessen rechnet mit 94 Millionen Euro weniger Steuereinnahmen in den Jahren 2026 und 2027.

Der Rabatt läuft Ende Dezember aus. Hessens Ministerpräsident Boris Rhein fordert bereits eine Verlängerung – was die Haushaltslage weiter belasten würde.