In 13 von 16 Bundesländern sinkt die Beschäftigung – das prognostiziert das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) mit Sitz in Nürnberg für das kommende Jahr. Haupttreiber sind demografische Verschiebungen: Geburtenstarke Jahrgänge verlassen den Arbeitsmarkt in Richtung Rente, gleichzeitig kommen weniger Arbeitskräfte aus dem Ausland nach Deutschland.

Am stärksten trifft es das Saarland mit einem Rückgang von 1,3 Prozent, gefolgt von Thüringen (–0,7 Prozent) sowie Bremen und Sachsen-Anhalt (jeweils –0,6 Prozent). Nur Berlin (+0,7 Prozent), Brandenburg und Niedersachsen (je +0,1 Prozent) verzeichnen noch leichte Zuwächse. Besonders unter Druck stehen Regionen mit starker Industrie, da das verarbeitende Gewerbe mit strukturellen Problemen kämpft. Zwar sinkt die Arbeitslosigkeit in einigen Ländern – in Mecklenburg-Vorpommern um 3,9 Prozent, in Thüringen um 1,8 Prozent –, doch IAB-Forscherin Anja Rossen warnt: Eine generelle Trendwende auf den regionalen Arbeitsmärkten sei das nicht.

Bremen hat derzeit mit 11,3 Prozent die höchste Arbeitslosenquote aller Bundesländer, Bayern mit 4,1 Prozent die niedrigste.