Seit dem 1. Juli zahlen Autofahrer an der Zapfsäule deutlich mehr: E10 kostet rund 2,15 Euro pro Liter, Diesel etwa 2,20 Euro. Im Juni lagen die Preise noch bei 1,87 beziehungsweise 1,82 Euro. Der Hauptgrund ist das Auslaufen des staatlichen Tankrabatts, der die Energiesteuer auf Kraftstoffe zwei Monate lang um knapp 17 Cent pro Liter gesenkt hatte.
Hinzu kommt der anhaltende Konflikt um die Straße von Hormus – eine strategisch wichtige Meerenge für den globalen Öltransport –, der die internationalen Energiemärkte unter Druck hält. Den klassischen „Ferieneffekt", also saisonal bedingte Preissprünge zum Ferienbeginn, schließt der ADAC diesmal aus. Die Markttransparenzstelle, die Verbrauchern einen Echtzeit-Überblick über alle Tankstellenpreise in Deutschland ermöglicht, habe diesen Effekt abgeschwächt.
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder bezweifelt unterdessen die Wirksamkeit der seit April geltenden 12-Uhr-Regel, die Preiserhöhungen an Tankstellen auf einmal täglich begrenzt. Als mögliche Entlastungsmaßnahme bringt er eine Absenkung des CO2-Preises ins Gespräch – lehnt einen neuen Tankrabatt kurzfristig jedoch ab.
Spritpreise steigen nach Tankrabatt-Ende auf über 2 Euro
Warum das wichtig ist
Wer 50 Liter tankt, zahlt gegenüber Juni bis zu 20 Euro mehr – ein direktes Ergebnis des ausgelaufenen Tankrabatts.