Die Spritpreise an deutschen Tankstellen bewegen sich wieder in Richtung Vorkriegsniveau. Das ist die gute Nachricht. Die schlechte: Ein Teil der staatlichen Entlastung kam nie bei den Verbrauchern an.
Die Monopolkommission – ein unabhängiges Beratergremium der Bundesregierung – schätzt, dass Mineralölkonzerne beim Tankrabatt zwischen 100 und 200 Millionen Euro nicht an die Kunden weitergegeben haben. Das Ifo-Institut sieht dabei besonders beim Diesel deutliche Defizite. Konkret heißt das: Obwohl der Staat die Steuer temporär senkte, kassierten die Unternehmen einen Teil der Ersparnis selbst ein.
Gleichzeitig sinken die Preise an der Zapfsäule – getrieben unter anderem durch eine Entspannung am Persischen Golf, die den Ölmarkt beruhigt hat. Wie lange dieser Trend anhält, bleibt offen.
Spritpreise nähern sich Vorkriegsniveau – doch Milliarden flossen nicht weiter
Warum das wichtig ist
Wer regelmäßig tankt, profitiert aktuell von sinkenden Preisen – doch laut Monopolkommission hätte die Ersparnis beim Tankrabatt um bis zu 200 Millionen Euro höher ausfallen können, wenn Konzerne die Steuersenkung vollständig weitergegeben hätten.