Deutschland und die Eurozone melden für Juli 2025 gleichzeitig steigende Verbraucherpreise und eine wachsende Arbeitslosigkeit – zwei Signale, die den wirtschaftlichen Gegenwind verstärken.
Die Inflation in Deutschland sprang im Juli von 2,3 auf 2,8 Prozent, hauptsächlich weil der staatliche Tankrabatt auslief. Energiepreise lagen damit 8,3 Prozent über dem Vorjahresniveau; der eskalierende Nahostkonflikt trieb die Rohölpreise zusätzlich nach oben.
In der Eurozone insgesamt stieg die Teuerungsrate laut EU-Statistikamt Eurostat auf 2,9 Prozent, nach 2,8 Prozent im Juni. Energiepreise legten eurozonenweit um zehn Prozent zu, Dienstleistungen um 3,3 Prozent, Lebensmittel dagegen nur um 1,2 Prozent.
Die Europäische Zentralbank (EZB) beobachtet die Entwicklung genau: Ihr Stabilitätsziel liegt bei 2,0 Prozent. Die Kerninflation – ein Maß ohne schwankungsanfällige Energie- und Lebensmittelpreise – betrug 2,5 Prozent in der Eurozone und 2,4 Prozent in Deutschland.
Parallel dazu überschritt die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland im Juli die Drei-Millionen-Marke: Die Bundesagentur für Arbeit zählte 3,007 Millionen Arbeitslose – 71.000 mehr als im Juni und 28.000 mehr als im Vorjahr. Die Arbeitslosenquote stieg auf 6,4 Prozent.
Neben saisonalen Effekten belasten schwache Konjunktur und strukturelle Probleme den Markt. Besonders auffällig: Mit 437.000 gemeldeten Ausbildungsstellen erreicht der Ausbildungsmarkt den niedrigsten Stand seit 2010.
Inflation und Jobmarkt unter Druck: Juli bringt trübe Zahlen
Warum das wichtig ist
Steigende Sprit- und Energiekosten sowie ein schwächelnder Jobmarkt belasten Haushalte in Deutschland spürbar – sowohl an der Tankstelle als auch beim Blick auf die Beschäftigungssicherheit.