Die Verbraucherpreise in Deutschland sind im Juli 2026 um 2,8 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat gestiegen. Das meldet das Statistische Bundesamt auf Basis vorläufiger Zahlen. Im Juni hatte die Rate noch bei 2,3 Prozent gelegen.

Haupttreiber ist Energie: Die Energiepreise kletterten im Juli um 8,3 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat – nach 3,4 Prozent im Juni. Zwei Faktoren erklären den Sprung: Ende Juni lief der Tankrabatt aus, der die Energiesteuer auf Benzin und Diesel um knapp 17 Cent pro Liter gesenkt hatte. Gleichzeitig lastet der anhaltende Iran-Krieg auf den Rohstoffmärkten. Die sogenannte Kerninflation – also die Teuerung ohne Energie und Nahrungsmittel – liegt mit 2,4 Prozent deutlich niedriger.

Inflationsexpertin Silke Tober vom Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung bezeichnete den Anstieg als keine Überraschung. Gegenüber dem Vormonat Juni stiegen die Verbraucherpreise um 0,8 Prozent.