Im Wettbewerb um die höchsten Tagesgeldzinsen gibt es einen neuen Spitzenreiter: Die Digitalbank Revolut bietet Neukunden 4,25 Prozent pro Jahr – laut dem Vergleichsportal Verivox derzeit der höchste Satz auf dem deutschen Markt. Damit überholt Revolut knapp den bisherigen Spitzenreiter Chase, der Neukunden vier Prozent für die ersten vier Monate zahlt.

Der Revolut-Zins gilt allerdings nur unter mehreren Bedingungen. Er ist auf Guthaben bis maximal 25.000 Euro begrenzt und setzt die Eröffnung eines Revolut-Girokontos voraus. Garantiert ist der erhöhte Satz zunächst für mindestens 30 Tage. Wer ihn bis zu vier Monate erhalten will, muss alle 30 Tage mindestens drei Kartenzahlungen von jeweils mindestens fünf Euro tätigen. Bei Chase entfällt diese Pflicht, dort können zudem bis zu eine Million Euro angelegt werden.

Der Zinsanstieg beim Tagesgeld spiegelt ein breiteres Marktgeschehen wider: Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen stieg zuletzt auf 3,25 Prozent – den höchsten Stand seit Mai 2011. Als Treiber gelten gestiegene Energiepreise infolge des Iran-Konflikts, der Notenbanken unter Druck setzt, die Zinsen hochzuhalten.