Das Rennen um die Nachfolge von EZB-Präsidentin Christine Lagarde gewinnt an Fahrt. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) plant persönliche Gespräche mit den beiden Favoriten auf den Spitzenposten der Europäischen Zentralbank (EZB), der wichtigsten Notenbank der Eurozone. Das berichten übereinstimmend Handelsblatt und FAZ unter Berufung auf informierte Kreise.

Die beiden Kandidaten sind der Spanier Pablo Hernández de Cos und der Niederländer Klaas Knot. Das Treffen mit Knot soll in den kommenden Tagen stattfinden, das mit Hernández de Cos in den kommenden Wochen. Es sind die bislang deutlichsten Zeichen für Bewegung hinter den Kulissen.

Auslöser für das beschleunigte Verfahren ist der angekündigte Rücktritt der deutschen EZB-Direktorin Isabel Schnabel zum 3. Januar. Schnabel wechselt zum Internationalen Währungsfonds (IWF). EZB-Präsidentin Lagarde hat deshalb EU-Ratspräsident António Costa bereits schriftlich aufgefordert, das formale Nachfolgeverfahren zu eröffnen. Erste Gespräche könnten schon nächste Woche beginnen, wenn die Finanzminister der Eurozone zusammentreffen.