Die Alterssicherungskommission schlägt im Zuge der geplanten Rentenreform vor, das sogenannte Blockmodell der Altersteilzeit abzuschaffen. Beim Blockmodell arbeiten Beschäftigte in der ersten Phase ihrer Altersteilzeit mehrere Jahre in Vollzeit – zu reduziertem Gehalt – und sind in der zweiten Phase vollständig freigestellt. Die Kommission begründet den Schritt damit, Frühverrentungsanreize zu verringern und ältere Arbeitnehmer länger im Erwerbsleben zu halten.

Dagegen regt sich heftiger Widerstand. Besonders die privaten Banken schlagen Alarm: Laut Carsten Rogge-Strang, Hauptgeschäftsführer des Arbeitgeberverbands der privaten Banken, wählen 99 Prozent der Beschäftigten in Altersteilzeit das Blockmodell. Eine Abschaffung käme deshalb faktisch dem Ende der Altersteilzeit in der Branche gleich. Mitglieder des Verbands sind unter anderem Deutsche Bank und Commerzbank. Die Banken-Arbeitgeber haben ihre Bedenken bereits in einem Brief an das Bundesarbeitsministerium formuliert.

Kritiker des Blockmodells hingegen sehen die Reform als notwendig: Angesichts des wachsenden Fachkräftemangels sei es nicht vertretbar, Hunderttausende Arbeitnehmer früher aus dem Berufsleben zu entlassen.