Ab dem 1. Januar 2027 ersetzt das Altersvorsorgedepot die bisherige Riester-Förderung. Mit dem neuen Produkt können Sparer staatlich gefördert in Aktienfonds und ETFs investieren. Das Gesetz dazu trat im Mai 2026 in Kraft.
Das Problem: Die Reform kommt bei vielen noch nicht an. Laut einer YouGov-Umfrage im Auftrag von Commerzbank und Comdirect haben 35 Prozent der Befragten noch nie vom Altersvorsorgedepot gehört, rund zwei Drittel fühlen sich nicht ausreichend informiert. Gleichzeitig zeigt die Erhebung, wie groß die Sorge vor Altersarmut ist: 60 Prozent rechnen damit, im Ruhestand finanziell kürzertreten zu müssen, 57 Prozent glauben, ihren heutigen Lebensstandard nicht halten zu können. Nur 39 Prozent kennen nach eigener Einschätzung ihre persönliche Rentenlücke – also die Differenz zwischen gesetzlicher Rente und tatsächlichem Bedarf.
Besonders für Gutverdiener mit einem Bruttogehalt ab etwa 5900 Euro monatlich kann das Depot laut Fachleuten auch als Steuersparmodell interessant sein. Denn einzahlen lässt sich deutlich mehr als die 1800 Euro pro Jahr, die für die maximale staatliche Förderung nötig sind.
Neues Altersvorsorgedepot startet 2027 – viele wissen kaum davon
Warum das wichtig ist
Wer noch nichts für die Altersvorsorge unternimmt – laut Umfrage jeder Fünfte –, hat bis zum Start des neuen Depots im Januar 2027 noch Zeit, sich zu informieren und früh einzusteigen.