Die Pflegeversicherung läuft auf eine Finanzierungslücke zu – schon im Oktober 2026 könnte das Geld ausgehen. Die Koalition aus CDU, CSU und SPD will gegensteuern, indem sie die Beitragsbemessungsgrenze anhebt. Diese Grenze legt fest, bis zu welchem Einkommen Pflegebeiträge fällig werden.
Aktuell liegt sie bei 5.812,50 Euro Monatsbrutto. Laut Berechnungen des PKV-Verbands könnte sie auf knapp 6.950 Euro steigen – ein Plus von mehr als 1.100 Euro. Wer mehr verdient, zahlt dann auf diesen zusätzlichen Einkommensanteil Pflegebeiträge. Das Deutsche Steuerzahlerinstitut hat konkrete Zahlen ermittelt: Ein alleinstehender kinderloser Arbeitnehmer mit 7.000 Euro Brutto zahlt monatlich 83,25 Euro mehr – das sind knapp 1.000 Euro im Jahr. Für Angestellte mit Kind fallen die Mehrkosten geringer aus, weil Arbeitgeber die Hälfte übernehmen: rund 20 Euro monatlich. Zusätzlich soll der Pflegebeitrag für Kinderlose um 0,1 Prozentpunkte auf 4,3 Prozent steigen.
Pflegebeiträge steigen: Ab 5.812 Euro Gehalt wird es teurer
Warum das wichtig ist
Wer als Angestellter zwischen 5.812 und 7.000 Euro brutto verdient, muss je nach Familiensituation mit bis zu 83 Euro weniger netto pro Monat rechnen.