Weltweit halten 135.694 Menschen digitale Vermögenswerte im Wert von mindestens einer Million US-Dollar. Davon besitzen 92.272 ausschließlich Bitcoin. Diese Gruppe ist klein, aber einflussreich genug, um Staaten in einen offenen Standortwettbewerb zu treiben.
Singapur führt dabei den internationalen Vergleich an, gefolgt von den Vereinigten Arabischen Emiraten und Hongkong. Alle drei Standorte werben mit günstigen steuerlichen Rahmenbedingungen für Krypto-Vermögen. Deutschland hat bislang einen eigenen Trumpf: Kursgewinne aus Kryptowährungen bleiben steuerfrei, wenn Anleger ihre Coins länger als zwölf Monate halten. Konkret heißt das: Wer Bitcoin ein Jahr lang nicht verkauft, zahlt auf den Gewinn keine Steuer.
Doch dieser Vorteil steht unter Druck. Das Bundesfinanzministerium prüft derzeit, ob diese Regelung abgeschafft wird. Fällt sie weg, verliert Deutschland ein zentrales Argument im Wettbewerb um wohlhabende Krypto-Anleger.
135.694 Krypto-Millionäre befeuern globalen Steuerwettbewerb
Warum das wichtig ist
Wer in Deutschland Bitcoin oder andere Kryptowährungen länger als ein Jahr hält, sollte die laufende Prüfung des Bundesfinanzministeriums im Blick behalten – eine Gesetzesänderung könnte bestehende Steuervorteile rückwirkend oder künftig streichen.