Ab Januar 2027 werden Flüssigkeiten für E-Zigaretten teurer. Bund und Koalition streiten jedoch darüber, wie stark die Tabaksteuer auf sogenannte Liquids – die verdampften Aromamischungen – steigen soll.

Das Bundesfinanzministerium schlägt eine moderate Anhebung um einen Cent auf 33 Cent pro Milliliter vor. CDU/CSU und SPD im Bundestag wollen dagegen drei Cent mehr, also 35 Cent pro Milliliter. Auf den Steueraufschlag fällt zusätzlich Mehrwertsteuer an. Konkret heißt das: Ein 10-Milliliter-Fläschchen, das heute rund 12 Euro kostet, würde um 36 Cent teurer – ein Anstieg von drei Prozent.

Die Branche warnt vor Folgen. Der Verband Bündnis für Tabakfreien Genuss (BfTG) verweist darauf, dass die Steuer bereits in diesem Jahr um 6 Cent auf 32 Cent gestiegen ist – und der Schwarzmarktanteil seitdem von schätzungsweise 40 auf 50 Prozent zugelegt hat. Verbandschef Dustin Dahlmann erinnert zudem daran, dass das Finanzministerium 2022 mit 520 Millionen Euro Steuereinnahmen aus E-Zigaretten rechnete, tatsächlich aber nur 403 Millionen Euro einnahm.