Das Bundesfinanzministerium will Gewinne aus Bitcoin, Ether und anderen Kryptowährungen künftig mit der Abgeltungsteuer von pauschal 25 Prozent besteuern. Das geht aus einem Referentenentwurf hervor, über den die „Welt" zuerst berichtete. Bislang bleiben Gewinne nach einer Haltefrist von zwölf Monaten steuerfrei – dieser Sonderstatus soll entfallen.
Die neue Regelung gilt nur für Kryptowerte, die nach dem 31. Dezember 2026 gekauft werden. Ältere Bestände bleiben unberührt. Das Gesetz soll zum 1. Januar 2027 in Kraft treten. Den automatischen Steuerabzug durch Kryptodienstleister – also den direkten Einbehalt der Steuer durch Handelsplattformen – sieht der Entwurf erst ab 2028 vor, damit die Plattformen ihre Systeme anpassen können.
Das Finanzministerium erwartet durch die Reform ab 2028 Mehreinnahmen von rund 160 Millionen Euro jährlich, bis 2031 sollen es rund 350 Millionen Euro werden. Das Vorhaben befindet sich noch in der Frühkoordinierung innerhalb der Bundesregierung – Änderungen im weiteren Gesetzgebungsverfahren sind damit möglich.
Finanzministerium plant 25-Prozent-Steuer auf Kryptogewinne ab 2027
Warum das wichtig ist
Wer Bitcoin oder Ether nach dem 31. Dezember 2026 kauft und später mit Gewinn verkauft, zahlt künftig unabhängig von der Haltedauer 25 Prozent Abgeltungsteuer – die bisherige Steuerfreiheit nach einem Jahr entfällt.