Der Konflikt um die Straße von Hormus – eine strategisch wichtige Meerenge zwischen Iran und der arabischen Halbinsel – hat den Rohölpreis der Nordseesorte Brent zeitweise auf knapp 110 US-Dollar pro Barrel getrieben; das bisherige Kriegshoch lag im April bei über 126 Dollar.
In den USA erreichte der Dieselpreis erstmals die Marke von 6,00 Dollar pro Gallone (3,785 Liter) – das entspricht rund 5,17 Euro. Vor einem Jahr kostete eine Gallone Diesel noch 3,70 Dollar. Benzin verteuerte sich auf durchschnittlich 4,28 Dollar, gegenüber 3,19 Dollar im Vorjahr.
Besonders hart trifft das Branchen mit hohem Dieselbedarf: In der US-Lkw-Transportbranche machten Kraftstoffkosten 2025 bereits ein Fünftel der Betriebskosten aus. Die US-Energiebehörde EIA erwartet für dieses Jahr einen Jahresdurchschnitt von 5,07 Dollar pro Gallone.
Banken wie HSBC und Goldman Sachs haben ihre Ölpreisprognosen für 2027 deutlich angehoben – HSBC um 20 Dollar auf 85 Dollar pro Barrel – und rechnen nicht mehr mit einer raschen Normalisierung der Liefermengen durch die Straße von Hormus.
In den USA stabilisierte sich die Inflationsrate im August bei 3,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr; die US-Notenbank Fed hält den Leitzins derzeit bei 3,50 bis 3,75 Prozent.
Ölpreisschock treibt Diesel-Rekorde und belastet Wirtschaft global
Warum das wichtig ist
Steigende Energie- und Transportkosten dürften Verbraucher durch höhere Preise für Güter des täglichen Bedarfs spürbar belasten.