Der Brent-Ölpreis liegt zum Wochenstart bei rund 73 Dollar pro Barrel – nur leicht über dem Niveau von vor Beginn des Iran-Kriegs. Damit ist von den früheren Kursausschlägen kaum noch etwas übrig: Im April hatte Brent zeitweise über 126 Dollar gekostet, seitdem ging es Schritt für Schritt bergab.

Hintergrund ist die Hoffnung auf eine diplomatische Lösung. USA und Iran haben nach erneuten Gefechten um die Straße von Hormus – die für den globalen Ölhandel zentrale Meerenge am Persischen Golf – eine Feuerpause vereinbart. Laut Medienberichten sollen beide Seiten noch am Dienstag in Doha zusammenkommen, um den Streit um die Kontrolle der Passage zu entschärfen. Eine offizielle Bestätigung steht noch aus. Gleichzeitig beansprucht der iranische Außenminister die vollständige Kontrolle über die Meerenge innerhalb der nächsten 30 Tage für Teheran.

An den Finanzmärkten wirkt die Entspannung bereits: Der Goldpreis fiel um 73 Dollar auf 4.015 Dollar je Feinunze, Tech-Aktien legten an der Wall Street deutlich zu. Analysten erwarten, dass die geopolitische Risikoprämie beim Öl weiter sinkt.