Der Iran-Krieg belastet die Energiemärkte: Rohöl der Sorte Brent – die weltweite Referenzsorte aus der Nordsee – kostete zuletzt rund 99 US-Dollar je Barrel (159 Liter), nachdem der Preis seit Jahresbeginn um mehr als 60 Prozent gestiegen war. Signale der Iranischen Revolutionsgarde zur Verhandlungsbereitschaft sowie ein angebliches Angebot Teherans, die Straße von Hormus binnen sieben Tagen wieder zu öffnen, drückten den Preis am Mittwoch den fünften Handelstag in Folge.
Für deutsche Haushalte schlägt sich das direkt in den Heizkosten nieder. Der „Heizspiegel 2026" der Beratungsgesellschaft co2online prognostiziert für eine 70-Quadratmeter-Wohnung bei Heizöl einen Anstieg von 24 Prozent auf 1.275 Euro Jahreskosten – als Hauptgrund nennen die Experten den Iran-Krieg.
Holzpellets verteuern sich laut Prognose um 17 Prozent auf rund 870 Euro, weil eine schwache Baukonjunktur die Rohstoffversorgung aus Sägewerken einschränkt.
Erdgas wird 2026 voraussichtlich günstiger: Co2online erwartet einen Rückgang um vier Prozent auf 1.120 Euro, da günstige Einkaufspreise zu Jahresbeginn und der Wegfall der Gasspeicherumlage entlasten. Gestiegene Großhandelspreise könnten jedoch Ende 2026 oder 2027 auf Verbraucher durchschlagen.
Fernwärme und Wärmepumpen steigen moderat um ein bzw. drei Prozent auf 1.310 bzw. 735 Euro – die Wärmepumpe bleibt damit die günstigste Heizform.
Iran-Konflikt treibt Ölpreis – Heizkosten 2026 steigen spürbar
Warum das wichtig ist
Wer mit Öl oder Pellets heizt, muss 2026 deutlich tiefer in die Tasche greifen – Gasnutzer profitieren vorerst, sollten aber mittelfristig steigende Kosten einplanen.